Dürfen Kontrolleure einen betrunkenen Schwarzfahrer beklauen?

Auf Bahn und Bus.wordpress.com passiert ja nicht mehr so viel. Mein großer Kampf mit der BOGESTRA ist zum Glück vorbei, und ich bin da auch nicht böse drum. Es gibt zwar immer mal wieder Probleme, aber nicht jedes Problem mit Bahn und Bus bzw. mit der BOGESTRA ist mir ein Beitrag wert.

Was ich aber heute in einem Video von einer Frau erfahren musste, ist so unglaublich widerlich, dass ich es einfach hier veröffentlichen muss.

Mein persönlich schlimmstes Erlebnis war eine Fahrt mit der 383, wo der Fahrer zwischen Melanchthonstr. und Jahnplatz vorsätzlich das Skateboard eines Jugendlichen kaputt gefahren hatte. Das was ich jetzt erfahren musste ist ähnlich widerlich.

Eine Frau fährt mit der U-Bahn. Sie ist hochschwanger, und das dürfte ungefähr 5 Jahre her gewesen sein. Ein Fahrgast sitzt auf einem Sitzplatz, und es geht im ausgesprochen schlecht. Alkohol und/oder Drogen dürften der Grund dafür gewesen sein. Drei oder vier Kontrolleure der BOGESTRA betreten die Bahn, um die Fahrkarten zu kontrollieren. Der Mann kriegte nicht mehr viel mit, aber vermutlich hatte der auch gar keine Fahrkarte. Eine Mitarbeiterin der BOGESTRA nimmt die Tasche des Mannes und will diese öffnen. Die Frau, Mitarbeiterin der Polizei Bochum, teilt den BOGETSRA-Kontrolleuren mit, dass sie in der Tasche überhaupt nichts zu  suchen haben. Die Frau berichtet in dem Video, dass die Mitarbeiterin der BOGESTRA gesagt hat: „Wir gucken jetzt mal, ob der Geld dabei hat, und wenn der Geld dabei hat, dann nehmen wir sofort das Geld für das Schwarzfahren raus“.

Die Frau setzte sich dann neben den Mann, und teilte der BOGESTRA-Mitarbeiterin mit, dass sie kein Recht dazu hat, und dass es eine Anzeige wegen Diebstahl gibt, wenn sie tatsächlich aus der Tasche des Betrunkenen was rausnimmt.

Anschließend rief die Frau die Polizei an, erzählte was sich in der Bahn bisher abgespielt hatte, und forderte auch einen Rettungswagen für den Betrunkenen an.

Das wäre eigentlich die Aufgabe der BOGESTRA-Mitarbeiter gewesen, und nicht etwa einen Fahrgast oder auch Schwarzfahrer zu beklauen.

Am Hauptbahnhof in Bochum wartete dann schon der Rettungswagen, und der Mann musste auch aus der Bahn getragen werden, laufen konnte er nicht mehr.

Schwarzfahren ist natürlich nicht schön, darüber braucht man nun wirklich nicht diskutieren. Aber eine hilflose Person beklauen zu wollen, das ist natürlich noch wesentlich widerlicher. Und natürlich wäre das tatsächlich eine Straftat gewesen, denn auch wenn der Mann tatsächlich als Schwarzfahrer unterwegs war, berechtigt das die Mitarbeiter der BOGESTRA nicht, so vorzugehen.

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