Heute will ich wieder nach Essen zur UNI

Der „Spaßfaktor“ ist heute wieder besonders hoch, denn ich will heute wieder zur UNI nach Essen fahren. Mit der 383 von der Küppersbuschstr. bis zur Buerer Str. Da erwarte ich eigentlich keine Probleme. Mit der BOGESTRA klappt das (inzwischen) meist gut.

Aber schon bei der Stadtbahnnutzung warten die erste Probleme. Die Türen der Stadtbahnen sind breit. Breit genug für einen Rollstuhlfahrer, wenn, ja wenn nicht der Einstieg durch ein in der Mitte angebrachte Haltestange unmöglich gemacht wird. Ich frage mich immer, wie man so blöde sein kann.

Und die EVAG hat gleich einige solcher Fahrzeuge in betrieb.

Die Stadtbahn hat ein eigenes Gleis und einen eigenen Bahnsteig. Warum ist es nicht möglich, diese so anzupassen, dass man ohne Höhenunterschied in die Bahn kommt. Besonders witzig, der Haltebereich an der Buerer Straße wurde erst vor einigen Jahren neu für diese Stadtbahn gebaut. 2012 wurde dies sogar nochmals umgebaut. Dennoch muss man mit dem Elektrorollstuhl gegen das Fahrzeug fahren, damit man dann in das Fahrzeug katapultiert wird. Ein Hoch auf die deutsche Ingenieurskunst.

Die U11 hält auch direkt an der UNI. Auch hier das Problem mit dem überflüssigen Höhenunterschied. Aber das ist für mich dort sowieso kein Problem, denn ich steige nicht an der UNI aus, obwohl ich doch zur UNI will. Grund ist die fehlende Möglichkeit die U-Bahn-Station mit einem Elektrorollstuhl zu verlassen. Auf gut Deutsch, man hat den Aufzug vergessen. Warum auch sollten Behinderte an der UNI in Essen auch studieren, sind ja schließlich behindert.

Dann fahre ich halt eine Station weiter, bis zum Berliner Platz. Dort gibt es einen Aufzug, das weiß ich genau. Genauso wie ich weiß, dass der mindesten seit Anfang Dezember 2012 kaputt ist. Ich will mal nicht unken. Inzwischen ist ein Monat vergangen, da wird man den Aufzug doch repariert haben. Wir leben doch hier mitten in Europa. Was mir ein wenig kopfzerbrechen bereitet, ist die Tatsache, dass der Aufzug am 27.12.2012 noch genauso kaputt war, wie Anfang Dezember.

Vielleicht sollte ich besser gleich eine Station weiter fahren, bis zum Hirschlandplatz. Da war der Aufzug noch nie kaputt, da gibt es nämlich wieder keinen. Also steige ich am Hbf aus. Hoffe auf einen funktionierenden Aufzug, fahre dann mit dem Elektrorollstuhl über den Hirschlandplatz und den Berliner Platz bis zur Essener UNI. Und auf dem Rückweg das selbe Spielchen nochmal. Aber das Ganze ist nicht vergeblich. Schließlich fährt man ja zur UNI um was zu lernen, und sei es nur um zu lernen, wie man es nicht macht.

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