Die BOGESTRA und die liebe/blöde Polizei

Um 21:10 steigt ein Fahrgast in die 301 ein. Fahrtrichtung Gelsenkirchen-Buer. In der Straßenbahn, einige ausländische Jugendliche die zur Disko an der Middelicher-Strasse wollen.

Leider benehmen sich diese nicht so, wie man es sich wünschen würde. Die Fahrgäste werden beschimpft, die Jugendlichen pöbeln und werfen mit Bierdosen um sich. Der Fahrer ruft die Polizei. Die kommt erst, nachdem die Jugendlichen an der Middelicher Straße ausgestiegen sind. Es wäre sicherlich kein Problem gewesen die Jugendliche zu verfolgen, denn es ist ziemlich klar, wo die Jugendlichen hin wollen, die am Wochenende an der Middelicher Straße aussteigen.  An diesem Tag hält es die Polizei (mal wieder) für angebrachter unbeteiligte Fahrgäste einzuschüchtern, als randalierende (ausländische)  Jugendliche zu verfolgen. Dumm für anständige Ausländer und andere Fahrgäste. Die Randalierer steigen also Middelicher Straße aus, an dieser Haltestelle steigt ein anderer Ausländer, vermutlich Türke, gerade ein. Die etwas später ankommende Polizei „kümmert“ sich nun um diesen ausländischen Fahrgast.

Die anderen Fahrgäste zeigen Zivilcourage und erklären sofort, dass diese Person nicht zu der Gruppe der anderen Randalierer gehört, dass dieser Fahrgast also nichts gemacht hat, dass dieser Fahrgast gerade erst eingestiegen ist.

Doch dies führte nicht dazu, dass die Polizei den ausländischen Fahrgast zufrieden ließ, sondern dazu, dass die Beamten nun auch die anderen Fahrgäste anmachten. Nachdem also die Fahrgäste erst von angetrunkenen Jugendlichen bedroht, beschimpft und  eingeschüchtert wurden, machte die Polizisten nun das gleiche mit den Fahrgästen. Die Fahrgästen bekamen  nun schnell mit, dass es keinen großen Unterschied macht, ob man es mit angetrunken ausländischen Jugendlichen zu tun hat, oder ob man es mit uniformierten deutschen Beamten zu tun hat. Die Beamten machten nun die Fahrgäste an.

„Haben wir Sie gefragt?“ und „Halten Sie sich da raus“. „Sie sind hier  nicht gefragt“, „Ihre Meinung will hier keiner wissen“, das bekamen die Fahrgäste zu hören, die den Beamten versuchten klar zu machen, dass dieser Fahrgast gerade erst eingestiegen war und nichts, absolut nichts mit der ausgestiegenen  Gruppe zu tun hat.

Und da wundern sich das Beamtendumm, dass ihr Ansehen in der Bevölkerung immer weiter sinkt. Übrigens, der nicht beteiligte Mann wurde von den Beamten mit zur Wache genommen.

Ja das geht auch nicht, dass ein friedlicher Ausländer nach  21 Uhr noch die Straßenbahn benutzt. Übrigens, der Berichterstatter meinte, da hätte ich dabei sein müssen. Nah ja, vielleicht besser nicht. Ich werde über den Vorfall natürlich im Internet berichten. Vielleicht schicke ich unseren uniformierten Untertan noch eine  Dienstaufsichtsbeschwerde, damit die wieder ganz schnell merken, dass man sich  so gegenüber dem Bürger nicht benimmt.

Und dieser Vorfall bestätigt wieder, was ich bereits 2006, während einer Auszeichnung für gezeigte Zivilcourage, gesagt hatte. Es wird zwar vom Bürger immer wieder Zivilcourage gefordert, aber Bürger, die dann auch Zivilcourage zeigen, sind von der Obrigkeit, ups, ich meinte Untrigkeit, nicht wirklich gern gesehen.

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