Fahrt mit CE56 von Gelsenkirchen-Horst zur Lockhofstr.

Ich nehme als Veröffentlichungsdatum das heutige Datum, da der CE56 am Sonntag auf dieser Strecke nicht fährt. Damit kann, bis auf den Fahrer der 383, den Fahrer des CE56 und die Fahrgäste des CE56, niemand Rückschlüsse auf das Datum/Uhrzeit und den Fahrer der Fahrzeugs ziehen.

Sollte der Fahrer allerdings so blöd sein und groß rumposaunen, dass ich mit ihm gefahren bin, dann ist er es selber schuld, wenn er Probleme bekommen sollte. Das vorhandene Video über die Fahrt wird nicht veröffentlicht, da dort Datum und Uhrzeit eingeblendet sind.



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Ich wollte nach Gelsenkirchen-Horst. Da die Strecke von der Küppersbuschstr. nach GE-Horst mit dem Elektrorollstuhl nicht gerade in 10 Minuten zu bewältigen ist, würde es sich anbieten mit der Linie 383 von der Küppersbuschstr. bis nach GE-Horst zu fahren.

Meine hier geschilderten Erfahrungen mit der BOGESTRA, sowie die früheren, auf http://www.Bahn-und-Bus.com geschilderten Fälle, führen dazu, dass ich regelmäßig auf dieses „prickelnde“ Erlebnis gerne verzichte.

Es gibt eine andere Möglichkeit. Ich kann mit dem Elektrorollstuhl bis zur Grothusstr. fahren. Dort gibt es einen Baumarkt. Der CE56 hält dort. Auch dieser fährt nach GE-Horst. Vorteil, die meisten Fahrzeuge werden auf der Strecke von der Vestischen betrieben. Nur wenige Fahrzeuge von der BOGESTRA.

Es ist eigentlich ein Witz, dass es einen Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) gibt und es innerhalb dieses Verkehrsverbund die Unternehmen nicht die allgemeinen Verkehrsbedingungen des VRR anerkennen, sondern jedes Unternehmen seine allgemeinen Bedingungen strickt. Es ist ein Witz, dass die Mitnahme eines Elektrorollstuhls auf einer Linie davon abhängt, ob der Bus gerade der Vestischen gehört oder der BOGESTRA.

Da ich dieses Glücksspiel „Busfahrt“ nicht mitmachen wollte, fuhr ich mit dem Elektrorollstuhl durch den ehemaligen BUGA-Park direkt nach Horst. Ich hatte sogar Glück. Noch bevor der ganz große Regen anfing war ich bei REWE.

Irgendwann will ich zurück. Ob ich mit dem Akku noch zurückkomme? Und das bei dem Wetter. Ich fahr bis zur Horster-Mitte. Dort suche ich Schutz vor dem Regen. Nein, bei dem Wetter macht das keinen Sinn. Ich ruf den Fahrdienst vom DRK an. Die teilen mir mit, sie hätten heute nur Fahrzeug im Einsatz und keine Termine mehr frei. Also wähle ich die andere Nummer. Dort meldet sich der AB. „Sie rufen außerhalb der Geschäftszeit an“. Schöne Sch….

Also bleibt nur der Bus. Die 383 kommt und hält sogar günstig. Nicht direkt im Bereich des Haltestellenunterstand. Dadurch könnte ich sogar gut reinfahren. Der Fahrer senkt auch den Bus ab und macht Anstalten nach hinten zu kommen. Ich winke ab. Lieber warte ich auf den CE56 hoffentlich von der Vestischen.

Etwas später kommt der CE56. Ist aber nicht von der Vestischen. Ist leider von der BOGESTRA. Scheiße, Scheiße, Scheiße.

1. Der Bus wird nicht abgesenkt. Das hat den dummen Nachteil, dass ich mit hoher Geschwindigkeit in den Bus fahren muss um die höhere Steigungen zu schaffen. Anders als ein Auto hat mein Elektrorollstuhl kein Getriebe. Das Auto hätte im untersten Gang die meiste Kraft, der Rollstuhl hat aber nur einen Gang. Dafür hat er Fahrstufen. Die meiste Kraft hat er in der höchsten Fahrstufe, da dort der Strom nicht begrenzt wird.

2. Der Bus hält so ungünstig, dass die Tür mit der Rampe genau im Bereich des Fahrgastunterstand steht. Wie soll ich da vernünftig um die Kurve kommen um auf die Rampe zu fahren?

3. Der Fahrer ist unfreundlich. Seine ersten Worte waren: „Sie wissen schon, dass ich sie nicht mitnehmen muss“. Nun, ich wäre viel lieber mit dem DRK gefahren, auch wenn die Fahrt 15 € kostet, oder hätte mir einen Bus von der Vestischen gewünscht. Zwar hat die Vestische genau die gleichen Busse wie die BOGESTRA, aber andere Beförderungsbedingungen. Die müssen mich mitnehmen und da gab es bisher auch nie Probleme.

Da der BOGESTRA-Bus nicht abgesenkt war und ungünstig im Bereich des  Haltestellenhäuschen stand schaffte ich es tatsächlich nicht problemlos in den Bus einzufahren. Wieder brauchte ich die Hilfe eines Fahrgastes. Und wieder motzte der Fahrer rum. Quasselte was von seiner Gutmütigkeit und dass er das nicht wieder macht. Dass er an der ganzen Situation schuld ist, darauf kommt er aber nicht.

Wäre der Bus ordnungsgemäß abgesenkt worden und hätte der Bus nicht so ungünstig gehalten, sondern 2 Meter weiter vorn oder 2 Meter weiter zurück, es hätte gar keine Probleme gegeben.

Wahrscheinlich war ich auch für seine weitere Unfähigkeit verantwortlich. Der Bus setzte seine Fahrt in Richtung Gelsenkirchen fort. Plötzlich wendete der Fahrer und fuhr wieder in Richtung Gelsenkirchen-Horst zurück. An einer Ampel bog er links ab, obwohl dort das Linksabbiegen lt. Beschilderung, ausdrücklich verboten ist. Der Fahrer war einfach eine falsche Strecke gefahren. Statt rechts, Richtung Markenstr. abzubiegen, war er einfach geradeaus in Richtung Gelsenkirchen gefahren. Dadurch hätte er 2 Haltestellen ausgelassen.

An der Haltestelle Lockhofstr. gab es beim Aussteigen das nächste Problem(chen). Beim Aussteigen kommt man erst auf einen Radstreifen, danach kommt der eigentliche Bürgersteig. Dummerweise ist dort der Radweg etwas niedriger und es gibt eine kleine Kante. Da die Rollstühle meist eine Antikippeinrichtung haben knallte ich beim Rausfahren mit der Antikippeinrichtung gegen die Kante. Natürlich war ich langsam rausgefahren.

Jetzt musste ich wieder reinfahren und mit hoher Geschwindigkeit rausfahren, um die Kante mit Gewalt zu überwinden. Zwar ist die Kante dort schlecht, aber evtl. wäre auch die kein Problem geworden, wenn der Fahrer diesen verdammten Bus abgesenkt hätte. Logischerweise wäre der Winkel dann nicht so steil gewesen und ich wäre mit der Antikippvorrichtung nicht an der Kante hängen geblieben.

Hoffentlich habe ich das nächste Mal mehr Glück und erwische wieder einen Bus/Busfahrer der Vestischen.



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4 Antworten zu Fahrt mit CE56 von Gelsenkirchen-Horst zur Lockhofstr.

  1. R.E schreibt:

    Ist doch komisch,das andere Rollstuhlfahrer in den Bus rein und rauskommen.
    Freundlich sind und sich beim Fahrer bedanken für die Hilfe.

    • beamtendumm schreibt:

      Hier wurde bereits 2010 berichtet, dass bereits 2010, an dieser Haltestelle ein Rollstuhlfahrer von einem BOGESTRA-Fahrer nicht mitgenommen wurde. Angeblich bräuchte der Rollstuhlfahrer das Merkmal „K“ um mitgenommen zu werden. Das Merkmal „K“ gibt es aber nicht.
      Hier wurde berichtet, dass ich 2011 bei „barrierefrei“ Flugblätter bezüglich verteilt habe. Jeder, absolut jeder berichtet über ähnliche Erlebnisse mit der BOGESTRA.
      Hier wurde auch berichtet, dass auch andere Rollstuhlfahrer sich schon beschwert hatten. Die WAZ berichtete.
      Selbst bei der Stadt Gelsenkirchen ist das Problem „BOGESTRA-Fahrer“ hinreichend bekannt.

      Solange BOGESTRA-Mitarbeiter glauben, es sei Schuld des Rollstuhlfahrers, wenn der Aufzug kaputt ist,
      solange BOGESTRA-Mitarbeiter glauben, es sei Schuld des Rollstuhlfahrers, wenn der Bus nicht abgesenkt wird,
      solange BOGESTRA-Mitarbeiter glauben, es sei Schuld des Rollstuhlfahrers, wenn der Busfahrer mit der Tür im Bereich des Wartehäuschen hält,
      solange BOGESTRA-Mitarbeiter glauben, es sei Schuld des Rollstuhlfahrers, wenn der Busfahrer auch noch die falsche Strecke fährt,
      solange wird sich wahrscheinlich nichts wirklich ändern.

      Ich würde mich auch gerne beim Busfahrer bedanken, aber dann muss er mir dafür auch einen Grund und die Möglichkeit dazu geben.

      Übrigens, ich habe mich immer bedankt, wenn ich früher (ohne Rollstuhl) vorne rausgelassen wurde. Und ich bedanke mich auch, wenn ich problemlos mit den Rollstuhl mitgenommen werde. Aber leider ist das nicht bei allen Fahrern möglich.

      Ich glaube kaum, dass andere Rollstuhlfahrer sich dafür bedanken würden, wenn sie entweder nicht mitgenommen werden, das Einsteigen erschwert wird, weil der Bus nicht abgesenkt wird oder der Busfahrer so blöde hält, dass man kaum rein kann.

  2. Tl8b schreibt:

    Nur so als Hinweis: die Fahrer können nix anderes machen. Die fahren 5 Stunden den Bus und müssen sich dann auch noch mit Fahrgästen rumärgern. Ausreden sind in den meistenBussen die Absenkvorrichtungen deaktiviert, sodass sie den Bus nicht absenken können

    • beamtendumm schreibt:

      Nöh,nöh, nöh, nöh. Zumindest bei der BOGESTRA sind die Absenkvorrichtungen nicht gesperrt. Der Fahrer entscheidet, ob und wann er diese nutzt.
      Lt. BOGESTRA sollen die Fahrer die sogar nutzen. Und in diesem Beitrag konnte der Faahrer eine Menge machen.

      Beim Einsteigen hätte er so halten können, dass die 2. Tür nicht im Bereich des Wartehäuschen ist, wäre möglich gewesen.
      Den Bus hätte er sowohl beim Ein- und Aussteigen absenken können. (Allerdings gibt es an der Lockhofstr. auch bei abgesenktem Bus das Problem mit der blöden Kante zwischen Fahrradweg und Fußgängerweg, wie ich inzwischen bemerken musste.)
      Ach ja, und die richtige Strecke hätte er auch gleich fahren können
      Aber insgesamt hat sich die Situation bei der BOGESTRA deutlich gebessert, zumindest was meine Person betrifft. Das ist auch der Grund, weshalb hier kaum noch was veröffentlicht wird.
      Es sei aber angemerkt, dass die BOGESTRA (bei anderen Unternehmen wird das wahrscheinlich nicht anders sein) noch immer einige Fahrer beschäftigt, die für diesen Job einfach völlig ungeeignet sind.

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