Rückfahrt: Recklinghausen-Gelsenkirchen

Bei der Hinfahrt gab es ein Problem mit einem defekten Aufzug auf Gleis2/3. Das blieb mir auf der Rückfahrt erspart. Dafür kam nach mir noch ein weitere Rollstuhlfahrer auf den Bahnsteig. Würden wir auch beide reinpassen?

Er kam zwar nach mir, hatte aber keinen Elektrorollstuhl. Vielleicht fährt er doch vor mir rein, denn er kommt wahrscheinlich besser um die Kurve und kann also besser reinfahren.

Es kam schlimmer als erwartet. Fast hätte keiner von uns reingepasst, da das ganze Mehrzweckabteil voll war mit Fahrrädern. Zum Teil standen die Fahrräder schon auf der Treppe zu den oberen Abteilen.

Der Rollstuhlfahrer ohne Elektromotor sollte zwei Türen weiter ins Abteil, er brauchte nicht unbedingt eine Rampe. Als die Aussteiger draußen waren klappte der Zugführer die Rampe aus. Ich meinte noch, es sei besser wenn die Fahrräder im Türbereich ins Mehrzweckabteil gebracht würden. Aber: „Das klappt schon“, meinten die Halter. Also rein, und gleich einem auf den Fuß gefahren. Zurückfahren konnte ich den Rollstuhl aber erst, nachdem die Rampe wieder eingefahren war.

Kaum war die Rampe wieder drin, da viel einem Radfahrer aus dem Mehrzweckabteil ein, dass er noch raus wollte. Verdammt …. . Aber er bekam sein Fahrrad nicht aus dem Mehrzweckabteil, weil zwei andere Fahrräder angekettet waren und sich deren Halter anschließend in das obere Abteil verdrückt hatten. Jetzt mussten erst die Halter gesucht werden, die ihre Räder entfernten. Dann konnte der andere dort weg, aber mein Rollstuhl war natürlich im Weg. Die Bahn hatte sich durch die Aktion schon 5 Minuten Verspätung eingefangen, daher hatte der Mitarbeiter keine Lust mehr die Rampe wieder ein- und auszufahren, damit ich erst raus und dann wieder rein konnte. So musste der verspätete Radfahrer sein Rad an allen vorbei manövrieren. Danach ging es weiter. Die meisten mussten in Gelsenkirchen raus, ich auch. Aber nach dem Halt in Wanne-Eickel viel wieder einem einzelnen Radfahrer ein, dass er jetzt raus müsste. Hätte er das vor der Ankunft in Wanne-Eickel gesagt, hätte man schon Platz schaffen können. Das Fahrrad war nicht im Mehrzweckabteil, sondern der Mitfahrer hatte sein Fahrrad mitgenommen ins obere Abteil. Und von da wollte er jetzt an den anderen Fahrrädern und Radfahrern vorbei.

An der nächsten meinten einige Fahrgäste, dass ich mit meinem Rollstuhl zu erst raus sollte. Quatsch, der Bahnmitarbeiter konnte doch die Rampe nicht ausfahren, so lange die Radfahrer mit ihren Rädern die Rampe blockierten. Erst mussten die Räder im Eingangbereich raus, dann konnte die Rampe raus, anschließend ich. Danach konnten die restlichen Räder raus, die im Mehrzweckabteil warteten. Die Bahn konnte natürlich nichts für die Verspätung. Aber Stress war es trotzdem.

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